Ärzte Zeitung, 25.02.2004

Beratung stärkt die Therapie bei Potenzschwäche

ISTANBUL (eb). Bei mehr als der Hälfte der Männer mit Potenzschwäche, die auf eine Therapie mit Sildenafil (Viagra®) bisher nicht angesprochen haben, läßt sich die Potenz mit der Arznei deutlich verbessern, wenn sie entsprechend beraten werden.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung mit 220 Männern, die jetzt auf einem Sexualmedizin-Kongreß in Istanbul in der Türkei vorgestellt worden ist. Die Männer, die bisher auf den Phosphodiesterase-5-Hemmer nicht angesprochen hatten, wurden bei einem Arztbesuch detailliert über die Einnahme von Sildenafil informiert.

Die erektile Funktion wurde anhand von Fragebögen ermittelt, und die Sildenafil-Therapie wurde fortgesetzt. Nach zwei weiteren Arztbesuchen mit Beratung und nachdem die Männer vier weitere Tabletten mit 100 mg Sildenafil aufgebraucht hatten, wurde die erektile Funktion erneut ermittelt.

Das Ergebnis: Auf der Punkteskala EDDS (ED domain Score) verbessert sich der Wert für die erektile Funktion im Schnitt von 11 auf 20 Punkte. Einen Wert von 17 Punkten, der als Ansprechen definiert wird, erreichten nach dem dritten Arztbesuch 59 Prozent der Patienten. Einen Wert von 25 Punkten für eine normale erektile Funktion erreichten immerhin 24 Prozent der Teilnehmer.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »