Ärzte Zeitung, 15.10.2004

KOMMENTAR

Beharrlichkeit trägt Früchte

Von Peter Leiner

Die Anstrengungen bei der Entwicklung einer Malaria-Vakzine tragen endlich Früchte. Denn die Ergebnisse einer Phase-2-Studie in Mosambik widerlegen alle Unkenrufe, nach denen der Malaria-Erreger viel zu wandlungsfähig sei, um ihn mit einem Impfstoff in Schach halten zu können.

Auch wenn es noch lange dauern wird, bis die Vakzine zugelassen werden kann, so sind die Forscher auf dem richtigen Weg. Denn mit dem Impfstoff, dessen Sicherheit sich in der Studie bestätigt hat, gelingt es bei Kindern zwischen einem Jahr und vier Jahren, die Infektionsrate im Vergleich zur Kontrollgruppe um fast 40 Prozent zu senken. Und die Impfung verhindert bei 30 Prozent der Kinder klinische Symptome. Schwere Symptome waren bei den Geimpften sogar nur halb so häufig.

Für Dr. Melinda Moree, Leiterin der weltweit agierenden Malaria Vaccine Initiative (MVI), kommen die Studienergebnisse denn auch - zu Recht - einem Durchbruch in der Malaria-Forschung gleich. Für die Vakzine wurden statt synthetischer Moleküle wie früher Teile des Malaria-Erregers mit Antigenen des Hepatitis-B-Virus verbunden und mit immunstimulierenden Stoffen verabreicht - offenbar eine gute Wahl.

Lesen Sie dazu auch:
Ermutigende Ergebnisse mit Malaria-Vakzine

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