Ärzte Zeitung, 16.05.2006

Kinderärzte plädieren für Impfpflicht

BERLIN/KÖLN (cben). Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat mit Blick auf den bereits zehn Wochen andauernden Masern-Ausbruch in Nordrhein-Westfalen erneut eine gesetzliche Impfpflicht gefordert.

"Wir würden es begrüßen, wenn jedes Kind, daß in die Schule oder in den Kindergarten kommt, auf vollständigen Impfstatus überprüft wird", sagte Verbandssprecherin Dr. Gunhild Kilian-Kornell.

Besorgt ist man inzwischen auch im Nachbarland Niedersachsen. Landes-Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) hat die Eltern in dem Bundesland aufgerufen, den Impfstatus der Kinder und Jugendlichen zu überprüfen. "Es ist ein Gebot der Vernunft und Verantwortung, seine Kinder gegen Masern zu impfen", sagte die Ministerin.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »