Ärzte Zeitung online, 11.05.2010

Hirnscans enthüllen persönliche Erinnerung

WASHINGTON (dpa). Hirnscans können enthüllen, ob jemandem ein Gesicht neu oder bekannt vorkommt. Das berichten US-Forscher in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften. Ob die untersuchte Person das Gesicht allerdings tatsächlich schon einmal gesehen hat, oder nur glaubt, es gesehen zu haben, sei bisher nicht mit Sicherheit festzustellen.

Zur Wahrheitsfindung in Gerichtsverfahren ließen sich die Hirnscans deshalb derzeit nur bedingt einsetzen.

Die Wissenschaftler hatten einer Reihe von Probanden zahlreiche Porträtaufnahmen präsentiert. Eine Stunde später zeigten sie ihnen eine Auswahl derselben Bilder erneut, allerdings zusätzlich auch Porträts anderer Personen. Die Versuchsteilnehmer mussten nun zu jedem Porträt angeben, ob sie das Gesicht schon einmal gesehen hatten oder nicht. Dabei wurde ihr Gehirn per funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRI) gescannt.

Tatsächlich konnten nun geschulte Auswerter unterscheiden, ob ein Versuchsteilnehmer seine Erinnerung korrekt angab - oder nur vortäuschen wollte, ein Gesicht schon einmal gesehen zu haben. Allerdings konnten die Auswerter nur diese subjektive Wahrnehmung der Probanden erkennen, nicht aber die objektive Wahrheit, ob jemand ein Gesicht tatsächlich schon einmal gesehen hatte oder nicht.

Hier gelangen Sie zum Abstract der Originalpublikation, sobald dieser online verfügbar ist

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »