Ärzte Zeitung, 22.04.2008

Weiter Anstieg der Zahl Mesotheliomkranker

Pro Jahr fast 1200 Tote durch Asbest-induzierten Tumor / Bis zu 30 Jahre Latenzzeit

FREIBURG (ple). Noch bis zum Jahr 2020 ist mit einem konstanten Anstieg der Zahl Asbest-induzierter Tumorerkrankungen zu rechnen - allen voran des Mesothelioms.

An einem Mesotheliom sind im Jahr 1998 knapp 820 Menschen gestorben.

Fast 90 Prozent aller Rippenfelltumoren lassen sich auf die Inhalation von Asbestfasern zurückführen. Zwischen Asbestexposition und dem Auftreten des Mesothelioms vergehen bis zu 30 Jahre. Inzwischen sterben jedes Jahr in Deutschland fast 1200 Menschen an den Folgen dieses Karzinoms. Vor zehn Jahren lag diese Zahl bei knapp 820, im Jahr 1972 sogar bei nur etwa 530.

Nach Angaben von Professor Bernhard Passlick, Ärztlicher Direktor der Abteilung Thoraxchirurgie am Uni-Klinikum Freiburg, ist das Pleura-Mesotheliom vor zwei Dekaden eher selten gewesen. Heute werde an der Freiburger Klinik bereits wöchentlich bei mehreren Patienten ein Asbest-induziertes Mesotheliom diagnostiziert. Asbest darf seit 1993 in Deutschland nicht verarbeitet oder in den Verkehr gebracht werden.

Weitere Infos zum Mesotheliom: www.bergmannsheil.de/56.0.html

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Schnelltests - meist ein Fall für die GOÄ

Schnell und medizinisch sinnvoll – aber von gesetzlichen Krankenkassen meist nicht bezahlt: Laborschnelltests liegen im Trend. Für Hausärzte sind sie oft auch eine Selbstzahler-Option. mehr »