Ärzte Zeitung online, 02.02.2009

Übergewicht erhöht das Krebsrisiko - gesündere Ernährung gefordert

BERLIN (dpa). Dicke Menschen haben ein höheres Risiko, an Krebs zu erkranken. Deshalb fordern Ärzte zum Weltkrebstag am Mittwoch, auf gesunde Ernährung und mehr Bewegung zu achten.

Bedenklich sei, dass laut Studien mittlerweile jeder zweite Deutsche Übergewicht habe. Jeder Fünfte sei mit einem Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 30 sogar fettleibig - doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. "Wir verfügen schon länger über gesicherte Daten, dass Übergewicht nicht nur Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes begünstigt, sondern es einen nicht unwesentlichen Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebsentstehung gibt", sagte Prof. Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft.

Übergewichtige haben laut der weltgrößten Ernährungsstudie EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) ein um 20 bis 40 Prozent höheres Risiko für Nieren-, Speiseröhren-, Brust-, Dickdarm- und Gebärmutterkrebs. Neben einem hohen Anteil älterer Menschen seien mit 7 bis 11 Prozent der 14- bis 17-Jährigen auch erschreckend viele Jugendliche übergewichtig. "Genau hier setzt die Welt-Krebs-Kampagne an: jungen Menschen einen gesunden Lebensstil vermitteln, um möglichst lange gesund zu bleiben", sagte Hohenberger.

Der BMI berechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm, geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Als normal gilt ein BMI zwischen 20 und 25. Bei einem 1,80 großen Mann entspricht das einem Gewicht von 65 bis 81 Kilogramm.

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