Ärzte Zeitung, 16.06.2011

Onkologen fordern mehr Geld für Patientengespräche

BERLIN (af). Für "hoffnungslos unterbewertet" hält der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO), Dr. Friedrich Overkamp, die sprechende Medizin in seiner Fachrichtung.

Dabei sei das Gespräch eines Onkologen mit einem Patienten über eine Krebserkrankung ähnlich wichtig wie das zwischen einem Psychotherapeuten und seinen Patienten. Während der dafür 80 Euro in der Stunde berechnen dürfe, könne ein Onkologe dafür nur 4,90 Euro abrechnen.

Und dies nur, wenn ein Patient in einer Tagesklinik eine Infusion erhalte. Beratungen zu oralen Medikamentengaben seien nicht abrechenbar, weswegen Onkologen ihre Patienten immer seltener sähen. Overkamp forderte im Rahmen der Neuordnung des ambulanten Sektors eine Aufwertung des ärztlichen Gesprächs.

Topics
Schlagworte
Onkologie (7656)
Organisationen
DGHO (213)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »