Ärzte Zeitung, 28.09.2004

Kinder sehen nicht mehr fern als vor 12 Jahren

Studie beim Mediensymposium in Erfurt vorgestellt / Jedes 3. Kind hat eigene Glotze

ERFURT (ddp). Deutsche Kinder sitzen heute nicht länger vor dem Fernseher als vor zwölf Jahren. Nach einer beim Thüringer Mediensymposium in Erfurt vorgestellten Studie zu Kinder und Medien sehen die 6- bis 13jährigen heute wie 1992 im Schnitt täglich etwa 100 Minuten fern. Allerdings ziehen sich die Kinder heute öfter als früher zum Fernsehen ins eigene Zimmer zurück.

Mehr als jedes dritte Kind zwischen 6 und 13 Jahren hat der Studie zufolge einen eigenen Fernseher. 1992 waren es nur 19 Prozent. Der Befragung zufolge sehen 93 Prozent der 6- bis 13jährigen nahezu täglich fern. Bei den Zwei- bis Sechsjährigen säßen 64 Prozent jeden Tag vor dem Fernseher, sagte die Medienforscherin des Mitteldeutschen Rundfunks, Gerlinde Frey-Vor.

Innerhalb der vergangenen zwölf Jahre hätten die Eltern ein wesentlich entspannteres Verhältnis zum Fernsehkonsum ihrer Kinder entwickelt, so Frey-Vor. Immer weniger Erwachsene glaubten, daß ihre Kinder vom Fernsehen ängstlich, aggressiv und nervös würden.

Für die Studie zum Medienkonsum sind etwa 4500 Kinder und Eltern befragt worden.

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Pädiatrie (8453)

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