Ärzte Zeitung, 01.10.2004

Anti-Diarrhoikum läßt Kinder rasch genesen

FRANKFURT / MAIN (hsr). Für Säuglinge und Kinder im Alter über drei Monaten mit akuter Diarrhoe gibt es jetzt mit dem Enkephalinase-Hemmer Racecadotril eine neue Therapieoption. Zusätzlich gegeben zur Rehydratation senkt Racecadotril die Stuhlfrequenz und lindert Symptome wie Bauchschmerzen.

"Die akute Gastroenteritis ist in Deutschland die häufigste Einzeldiagnose, wegen der Kinder in die Klinik müssen", sagte PD Dr. Burkhard Rodeck aus Osnabrück bei einer Veranstaltung von Trommsdorff in Frankfurt / Main zur Einführung von Racecadotril (Tiorfan®). Die Substanz steht als Granulat zur Herstellung einer Suspension zur Verfügung. Sie mindert die Hypersekretion von Wasser und Elektrolyten.

In einer Studie wurden 172 Kinder im Alter von drei Monaten bis vier Jahren, die pro Tag mindestens drei wässrige Stühle hatten, für fünf Tage mit Racecadotril zusätzlich zur Rehydratation oder mit Placebo behandelt. Die Kinder galten als genesen, wenn sie täglich höchstens zwei geformte Stühle ausschieden.

Die Ergebnisse: Mit Racecadotril war die Stuhlmenge im Vergleich zu Placebo in den ersten zwei Tagen signifikant geringer, im Mittel um 40 Prozent. 80 Prozent der Kinder der Verum-Gruppe erholten sich binnen 24 Stunden, die Hälfte von ihnen war bereits nach knapp sieben Stunden beschwerdefrei. Racecadotril wurde ähnlich gut vertragen wie Placebo.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »