Ärzte Zeitung, 09.12.2004

Die "Ärzte Zeitung" hat fünf Thesen zu dicken Kindern unter die Lupe genommen. Was stimmt wirklich?

THESE 4

Dicke Kinder gefährden ihr Herz

Ähnlich wie bei Erwachsenen finden sich auch bei Kindern viele Belege dafür, daß Übergewicht mit Fettstoffwechselstörungen und Hypertonie assoziiert ist.

Was stimmt wirklich?


These 1:
Es gibt immer mehr dicke Kinder


These 2:
Immer mehr dicke Kinder haben Arthrose


These 3:
Typ-2-Diabetes bei Kindern nimmt zu


These 5:
Sofa statt Ball - Kinder werden schlapper

In einer aktuellen Studie hatte ein Drittel der über 1000 übergewichtigen bis adipösen Kinder und Jugendlichen Bluthochdruck, ein Viertel hatte Fettstoffwechselstörungen, wie Dr. Thomas Reinehr, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter, berichtet.

In einer anderen Studie hatten von 512 adipösen Kinder und Jugendlichen 2,2 Prozent Gallensteine, 37 Prozent eine Hypercholesterinämie, 21 Prozent eine Hepatopathie und 32 Prozent eine Steatosis hepatis. Ob die gewichtsassoziierten Erscheinungen bei Kindern ihre Lebenserwartung als Erwachsene beeinflussen, ist unklar. "Aber es mehren sich die Hinweise, daß das so ist", so Reinehr.

Lesen Sie dazu auch:
Deutschland, ein Land voll schlapper, dicker Kinder?

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »