Ärzte Zeitung, 04.07.2005

Pferde helfen Autisten zu kommunizieren

Bundesweit einmalig: Reittherapeutisches Zentrum für Kinder mit Autismus

KÜRTEN (ug). Mehr als wohnen und arbeiten können Kinder und Jugendliche mit Autismus im Meierhof, den die Erziehungshilfeeinrichtung "Die gute Hand" in Kürten unterhält. Hier wird bei der Therapie ein Schwerpunkt auf das Therapeutische Reiten gelegt.

Vertrauen über den Kontakt zu einem Pferd: ein autistischer Junge im Meierhof. Foto: Vodafone Stiftung Deutschland

Das Reittherapeutische Zentrum Meierhof für Kinder und Jugendliche mit Autismus sei eine bundesweit einmalige Einrichtung, so Armin Laschet, der neue Familienminister in Nordrhein-Westfalen, jetzt bei der Einweihung einer eigenen Reithalle. Finanziert wurde sie durch eine Spende über 500 000 Euro der Vodafone Stiftung Deutschland.

Die Therapie mit speziell ausgebildeten Pferden soll es Kindern mit autistischen Störungen erleichtern, Beziehungen aufzubauen. Der Kontakt zu einem Pferd setzt Prozesse in Gang, die zu einer Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit der Kinder führen können. Mit dem Reiten sei es außerdem möglich, die Motorik der Kinder positiv zu beeinflussen, teilt "Die gute Hand" mit. Die Organisation koordiniert zusammen mit der Deutschen Kinderhilfe Direkt seit vier Jahren eine Studie zur therapeutischen Arbeit mit Pferden. Ziel ist die Anerkennung dieser Therapie von staatlichen Kostenträgern.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »