Ärzte Zeitung, 09.02.2006

Spezielle Hilfen für Kinder von Suchtkranken

KASSEL (ras). Etwa 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche leben in Deutschland in einer Familie, in der mindestens ein Elternteil Suchtprobleme hat. Um diesen Kindern und Jugendlichen frühzeitig zu helfen, ist das Projekt "Kindern von Suchtkranken Halt geben" vom Bundesverband der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe gemeinsam mit dem BKK Bundesverband initiiert worden.

Eine gerade erschienene Broschüre liefert nützliche Informationen. Sie richtet sich an alle, die mit Kindern von Suchtkranken arbeiten, besonders an Lehrkräfte, Erzieher, Mediziner und natürlich die Sucht-Selbsthilfe und die Suchthilfe.

Die Situation der Kinder in solchen Familien, ihre Gefühle sowie die Regeln und Rollen, die sie schon früh übernehmen, um im Suchtsystem zu überleben, werden in der 34seitigen Broschüre anschaulich dargestellt. Sie bringt nicht nur Fakten und zeigt Risiken auf, sondern geht ganz konkret auf mögliche Hilfen ein.

Welches Verhalten ist hilfreich? Welche Botschaften brauchen diese Kinder? Jeder Erwachsene, vor allem aber Ärzte und Suchthelfer, können etwas tun, um den Kindern aus Suchtfamilien Mut zu machen sowie Halt und die notwendige Hilfe anzubieten.

Die Broschüre "Kindern von Suchtkranken Halt geben" ist kostenlos zu beziehen über die Geschäftsstelle der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Bundesverband e.V. in Kassel. Tel.: 0561-78 04 13, E-Mail: mail@freundeskreise-sucht.de

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