Ärzte Zeitung, 28.04.2006

Zahl der Unfälle von Kleinkindern stark gestiegen

Datenerhebung der Uni Leipzig / Unfälle oft vermeidbar

NEU-ISENBURG (Smi). Immer mehr Kleinkinder müssen aufgrund eines Unfalls im Krankenhaus behandelt werden. Darauf weist die Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie der Universität Leipzig hin, die derzeit an einer Datenerhebung zu Kinderunfällen arbeitet.

Ein Mädchen bekommt einen Gips. Es ist gestürzt und hat sich dabei die Hand gebrochen. Foto: imago

Im Jahr 1993 seien etwa 16 von 1000 Kindern wegen eines Unfalls stationär im Krankenhaus behandelt worden. Diese Quote sei auch im Jahr 2004 relativ konstant geblieben, so Professor Holger Till, Direktor der Leipziger Klinik.

Allerdings sei der Anteil der ein- bis vierjährigen Unfallopfer von 16 auf 19 pro 1000 Kinder gestiegen. Bei den Säuglingen wurden sogar 26 von 1000 Kindern als Opfer eines Unfalls in ein Krankenhaus aufgenommen. Unfälle seien bei Säuglingen und Kleinkindern die häufigste Todesursache.

Till nannte die Entwicklung besorgniserregend. Dabei seien die meisten Kinderunfälle wie Stürze vom Wickeltisch, Vergiftungen oder Verbrühungen vermeidbar.

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