Ärzte Zeitung, 17.07.2006

Hunger verhindert Bildung, und das schafft Hunger

Studie des UN-Welternährungsprogramms / Vor allem Konzentrationsfähigkeit leidet

Wer hungert, lernt schlechter. Wer schlecht lernt, erleidet eher Hunger. Diesen Teufelskreis beschreibt eine Studie des Welternährungsprogramms der UN (WFP), die in Genf veröffentlicht wurde.

Demnach gehen weltweit mehr als 300 Millionen Kinder täglich hungrig schlafen. Etwa 100 Millionen davon sind Kinder im Schulalter, die aber nicht zur Schule gehen können, da ihre Eltern es sich nicht leisten können.

Die Studie beschreibt, wie Lernen und Hunger sich gegenseitig beeinflussen. Auch wenn unterernährte Kinder es schafften, in die Schule zu kommen, könnten sie sich nicht auf den Unterricht konzentrieren. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Kenneth Arrow nennt den Bericht "einen überwältigenden Beleg für das Ausmaß der zerstörerischen Auswirkungen des Hungers auf die Lernfähigkeit der Kinder". (dpa)

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