Ärzte Zeitung, 26.09.2006

"Mein Kind ist doch nicht dumm!"

ZDF berichtet heute in der Reihe "37 Grad" über Menschen mit Dyskalkulie / Normalität erst nach Therapie

Die ZDF-Reportage "Mein Kind ist doch nicht dumm!" befaßt sich in der Reihe "37 Grad" heute um 22.15 Uhr mit Menschen, die an Dyskalkulie leiden.

Nicola geht in die 4. Klasse einer Berliner Grundschule und ist eine gute Schülerin. Nur in Mathematik hat sie große Schwierigkeiten. Während ihre Mitschüler schon im Zahlenraum bis 10 000 rechnen, quält sie sich mit Aufgaben, die Stoff der ersten Klasse sind. Erst als sie vor einem halben Jahr mit der Therapie begann, hat sich ihr Leben wieder normalisiert.

Bis dahin war Nicola unglücklich und sehr aggressiv. Sie kam nicht damit zurecht, in Mathe komplett zu versagen, zweifelte an sich und an ihren Fähigkeiten. Von den Mitschülern gehänselt, die lernstärkere Zwillingsschwester immer als konkurrierenderes Beispiel vor Augen, mochte Nicola am Ende gar nicht mehr in die Schule gehen.

Seit ihre Rechenschwäche diagnostiziert ist, wurde die Mathematiknote ausgesetzt, und Nicola gewinnt wieder Selbstvertrauen. Mit Hilfe der Therapie kann sie in zwei Jahren möglicherweise so gut rechnen wie ihre Klassenkameraden.

Die Reportage von Elke Sasse und Stefan Pannen will zeigen, welchen Streß und welche Belastung es für die Betroffenen und ihre Familie bedeutet, wenn einem als Kind die Welt der Zahlen und der Buchstaben verschlossen bleibt. Die Sendung ist Teil des Programmschwerpunkts "Das Zweite macht Schule". (dpa)

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