Ärzte Zeitung, 10.03.2009

Muttermilch mindert das SIDS-Risiko

MÜNSTER (hub). Es gibt weniger gestillte Kinder, die am plötzlichen Kindstod (SIDS) sterben als ungestillte. Das hat eine deutsche Fallkontrollstudie ergeben. Verglichen wurden die Daten von 333 an SIDS gestorbenen Kindern mit denen von 998 Kindern einer Kontrollgruppe.

Nur jedes zweite Kind der SIDS-Gruppe wurde im Alter von zwei Wochen gestillt, jedoch 83 Prozent der Kontrollkinder. Kinder, die im Alter von einem Monat ausschließlich gestillt wurden, hatten ein 50 Prozent geringeres SIDS-Risiko als ungestillte, schreiben Dr. Mechthild Vennemann von der Uniklinik Münster und ihre Kollegen (Pediatrics 123, 2009, e406).

Die Kollegen empfehlen, Stillen bis zu einem Alter von sechs Monaten in den Maßnahmekatalog zu SIDS-Risikoreduktion aufzunehmen. Vergangenes Jahr hatten die Forscher berichtet, dass ein Schlafsack auch bei älteren Säuglingen das SIDS-Risiko mindert (wir berichteten).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »