Ärzte Zeitung, 19.03.2012

"Niederländische Behörde wusste von Kastrationen"

AMSTERDAM (dpa). Obwohl in den Niederlanden eine für psychiatrische Kliniken verantwortliche Behörde wusste, dass die katholische Kirche in den 50er Jahren mehrere Jungen kastrieren ließ, sei sie nicht eingeschritten. Das berichtet die Tageszeitung "De Limburger".

Die katholische Kirche ließ nach Medienberichten in kirchlichen Einrichtungen in den Provinzen Limburg und Brabant mehrere Jungen kastrieren, um ihre angeblichen homosexuellen Neigungen "zu heilen".

Betroffen gewesen seien Minderjährige, die zuvor in katholischen Schulen von Kirchenangehörigen sexuell missbraucht worden seien.

Die chirurgischen Eingriffe wurden laut "De Limburger" in psychiatrischen Kliniken vorgenommen, die von der Kirche betrieben wurden. Die Erlaubnis der Eltern sei nicht im Voraus eingeholt worden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »