Ärzte Zeitung, 02.02.2006

Scheinakupunktur wirkt besser als Placebo-Tablette

LONDON (ddp.vwd). Scheinakupunktur hat einen stärkeren schmerzlindernden Effekt als Placebo-Tabletten, haben US-Forscher entdeckt.

Patienten, die mit der Placebo-Akupunktur behandelt worden waren, berichteten nach dem Ende der Studie von einer deutlicheren Besserung als die Probanden, die eine wirkstoffreie Tablette genommen hatten.

Grund für diesen Unterschied ist wohl das aufwendigere Ritual bei der Akupunktur, so Ted Kaptchuk von der Harvard Medical School in Boston und seine Kollegen (BMJ Online-Vorabveröffentlichung).

270 Freiwillige mit chronischen Schmerzen in einem oder beiden Armen nahmen an der Studie teil. Die Hälfte der Probanden erhielten eine Scheinbehandlung, die andere Hälfte eine echte Therapie.

Innerhalb der Placebogruppe testeten die Forscher zwei Behandlungsvarianten: eine wirkstoffreie Tablette täglich und Scheinakupunktur zweimal in der Woche. Verwendet wurden Akupunkturnadeln, bei denen die Nadelspitze im Griff verschwindet und die Haut nicht durchdringt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Schnelltests - meist ein Fall für die GOÄ

Schnell und medizinisch sinnvoll – aber von gesetzlichen Krankenkassen meist nicht bezahlt: Laborschnelltests liegen im Trend. Für Hausärzte sind sie oft auch eine Selbstzahler-Option. mehr »