Ärzte Zeitung, 18.03.2005

Uni Witten setzt weiter auf chinesische Medizin

Studienangebot wird ab April nochmals deutlich ausgebaut / Fernöstliche Ernährungstherapie wird integriert

WITTEN (ble). Der Fachbereich Chinesische Medizin der Universität Witten/Herdecke wird sein Studienangebot weiter ausbauen. Ab Ende April bietet die Universität mit der manuellen Therapie Tuina, der Diätetik und den Bewegungsformen Qi Gong drei neue Fortbildungsstränge an. Sie ergänzen die Fächer Traditionelle Chinesische Medizin und Akupunktur sowie Phytotherapie.

"Damit haben wir endlich das komplette Spektrum der wichtigsten chinesischen Therapieformen in unser Ausbildungsprogramm integriert", sagt der zuständige Fachbereichsleiter Dr. Stefan Kirchhoff. Das Konzept sei in diesem Umfang in ganz Deutschland einmalig.

Das konkrete Studienangebot richtet sich je nach Fortbildungsstrang an Ärzte, Zahnärzte und Medizinstudenten in der klinischen Phase, aber auch an Physiotherapeuten, Psychologen, Pflegewissenschaftler und Ökotrophologen. Alle Teile beinhalten außerdem eine Grundausbildung in der chinesischen Physiologie und Pathologie.

"Der Vorteil unseres erweiterten Angebots liegt darin, daß jetzt auch Co-Therapeuten aus dem nichtärztlichen Bereich in dieses Therapiekonzept integriert werden können", so Kirchhoff. Damit könne die chinesische Medizin dem Patienten in ihrer Gesamtheit und mit einer gemeinsamen Sprache angeboten werden.

Im neuen Fach zur chinesischen Diätetik sollen Kenntnisse in der speziellen Ernährungstherapie vermittelt werden. "Das Besondere daran ist, daß jedes Nahrungsmittel auch als Medikament gesehen und die Ernährung als Therapieform eingesetzt werden kann", sagt Fachbereichsleiter Kirchhoff.

Qi Gong steht für eine Vielzahl von Übungen, die entweder in Bewegung oder in Ruhe ausgeführt werden. Atmung, Vorstellungskraft und Körperhaltung spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Weitere Informationen: www.uni-wh.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »