Ärzte Zeitung online, 28.08.2008

In Ayurveda-Produkten lauert Quecksilber

CHICAGO (hub). Jedes fünfte im Internet gekaufte Ayurvedaprodukt enthält Blei, Quecksilber oder Arsen. Das hat eine Analyse von fast 200 solcher Produkte ergeben.

Forscher der Uni Boston hatten 230 zufällig im Internet ausgewählte Produkte der ayurvedischen Medizin bestellt. Davon bekamen sie 190 zugeschickt und testeten diese auf Schwermetalle (JAMA 300, 2008, 915). Das Ergebnis war nicht sehr beruhigend: In jeder fünften Probe wurden die Schwermetalle entdeckt. Dabei war der Unterschied zwischen in den USA und in Indien bestellten Produkten nur gering.

Einen deutlichen Unterschied gab es zwischen üblichen Ayurveda-Produkten und jene der altertümlichen Rasa-Shastra-Richtung. Letztere enthielten doppelt so häufig Blei und Quecksilber und das auch noch in höheren Konzentrationen. Mit einigen der getesteten Produkte würden das 100- bis 10 000-fache der akzetierten Menge an Blei und Quecksilber aufgenommen, schreiben die Autoren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »