Ärzte Zeitung, 29.04.2004
Forscher bauen Nanocomputer aus Biomolekülen
REHOVOT (ple). Den Prototyp eines Nanocomputers der besonderen Art haben israelische Forscher aus Biomolekülen konstruiert. Mit diesem molekularen Computer sei es möglich, mehrere RNA-Moleküle zu analysieren, die Marker für das kleinzellige Bronchial- oder das Prostatakarzinom sind, und sogar - je nach Testergebnis - therapeutisch wirksame Moleküle freizusetzen.
Solche Substanzen sind RNA-bindende Moleküle, die etwa die Synthese eines krebsfördernden Proteins verhindern. Die Computerwissenschaftler und Spezialisten für Angewandte Mathematik und Biologische Chemie veröffentlichen ihren Forschungserfolg heute in der Online-Ausgabe der Zeitschrift "Nature".
Bisher wurde der molekulare Computer nur im Reagenzglas erfolgreich getestet. Die Forscher um Dr. Yaskov Benenson vom Weizmann-Institut in Rehovot glauben aber, daß es langfristig möglich sein wird, den Computer wie ein Medikament zu verabreichen.
Er könne dann über den Blutstrom im Körper verteilt pathogenetische Marker in jeder Zelle aufspüren. Theoretisch könnte damit eine Krebszelle gewissermaßen im Keim erstickt werden, wie die Forscher meinen.
Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Mit DNA ist auch weiterhin zu rechnen

Weitere Beiträge
Weitere Top-Meldungen
[19.03.2010]
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel und Impfstoffe sind im Januar 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent auf 2,314 Milliarden Euro gesunken. Ein Motor der Entwicklung war im Januar der teilweise stark rückläufige Markt für Präparate gegen grippale Infekte oder Erkältungskrankheiten.
mehr »
[19.03.2010]
Teva, die Nummer eins im weltweiten Generikamarkt, übernimmt den deutschen Wettbewerber ratiopharm aus Ulm. Das teilten die Unternehmen am Donnerstag mit. Der Verkaufspreis beträgt 3,625 Milliarden Euro.
mehr »
[19.03.2010]
Die Kapitaldeckung in der PKV soll eigentlich vor übermäßig steigenden Prämien im Alter schützen. Genau das tut sie nicht. Der Grund: Es gibt keinen Wettbewerb im Versichertenbestand. Motor der Geschäftspolitik ist die Risikoselektion.
mehr »