Ärzte Zeitung, 07.06.2004

Gentherapie gegen schwache Muskulatur

IOWA CITY (ple). Zumindest im Tierversuch ist es möglich, eine angeborene Muskeldystrophie mit einer Gentherapie zu mildern, durch die Muskelzell-Eiweiße wieder ausreichend mit Zuckermolekülen versehen werden.

Wie US-Forscher aus Iowa City heute in der Online-Ausgabe von "Nature Medicine" berichten, verwendeten sie das Gen für das Eiweiß LARGE, eine Glycosyltransferase. Dieses Enzym hängt Zuckermoleküle an das Protein Alpha-Dystroglycan in der Hülle von Skelettmuskelzellen, das für den Muskelaufbau und die Nervenversorgung unerläßlich ist.

Darüber hinaus konnten die Forscher mit Hilfe des Enzyms LARGE in Muskelzellen von Patienten mit verschiedenen Muskeldystrophie-Arten die Glykosylierung von Alpha-Dystroglycan normalisieren. Dies könnte ein möglicher Therapie-Ansatz bei Muskeldystrophie sein.

Topics
Schlagworte
Gentechnik (2094)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »