Ärzte Zeitung, 16.09.2004

ADULTE STAMMZELLEN

Forscher entdecken immer mehr Nischen für die Zellen

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Adulte Stammzellen wurden inzwischen in vielen Geweben gefunden, außer im Knochenmark unter anderem auch im Pankreas, im Gehirn und in der Haut. Schon lange klinisch genutzt werden Stammzellen des Blutes und des Knochenmarks. Sie sind in der Lage, etwa nach einer Chemotherapie das Knochenmark mit neuen Blutvorläuferzellen aufzufüllen.

Erste Studien belegen die Wirksamkeit auch bei der Regeneration von geschädigtem Herzmuskelgewebe. Viele Wissenschaftler glauben, daß adulte Stammzellen sich nicht nur in eine Zellart, sondern in mehrere Zellarten verwandeln können, und sehen sie daher als Alternative zu embryonalen Stammzellen.

Tatsächlich wurde etwa im Knochenmark eine Stammzelle entdeckt, die sich zumindest in der Kulturschale in Zellen aller drei Keimblätter entwickeln kann. Sie werden als mesenchymale Stammzellen bezeichnet. Adulte Stammzellen können genetisch verändert und so therapeutischen Bedürfnissen angepaßt werden. (ple)

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