Ärzte Zeitung, 27.01.2005

Embryonale Stammzellen unbrauchbar

SAN DIEGO (ple). Die meisten bisher hergestellten humanen embryonalen Stammzellen sind wahrscheinlich für therapeutische Zwecke unbrauchbar. Denn sie enthalten immunogene Stoffe, gegen die das Immunsystem von Patienten reagiert.

Während nämlich humane embryonale Stammzellen gezüchtet werden, nehmen sie offenbar bestimmte Zuckermoleküle etwa aus den Maus-Bindgewebszellen auf, auf denen sie wachsen. Es handelt sich um Neuraminsäure-Moleküle, die auch im Plasma vorkommen und nach der Zelltransplantation eine Abstoßung hervorrufen.

Forschern um Dr. Ajit Varki von der Uni in San Diego ist es nun gelungen, die von Mäusen stammende Neuraminsäure auf gezüchteten humanen embryonalen Stammzellen nachzuweisen (Nat Med 11, 2005, 228). Solche Zellen würden nach einer Implantation in Patienten mit Hilfe von Antikörpern und Komplement zerstört.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Die Felle schwimmen davon

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »