Ärzte Zeitung, 08.12.2005

US-Forscher präsentieren Karte des Hunde-Genoms

In jedem Hund steckt offenbar ein bißchen Mensch

Boxer-Weibchen. Das Genom der Rasse wurde nun entschlüsselt. Foto: imago

CAMBRIDGE (eb). US-Forscher veröffentlichen heute die fast komplette Genom-Sequenz vom besten Freund des Menschen - des Haushundes.

Die damit gewonnenen genetischen Informationen helfen nicht nur, Fragen zur Evolution der Säugetiere zu beantworten, sondern auch die Embryonalentwicklung, die Neurobiologie sowie Krankheiten bei Menschen besser zu verstehen. Nicht zuletzt eignen sich mehrere Hunderassen als Tiermodelle etwa für Narkolepsie oder Nierenkrebs.

Beim Vergleich des Human-Genoms mit dem Genom des Haushundes entdeckten die Forscher, daß sich etwa fünf Prozent der Gensequenzen im Laufe der Evolution der Säugetiere erhalten haben, wovon etwa ein bis zwei Prozent den Bauplan für Eiweißmoleküle enthalten (Nature 438, 2005, 745 und 803).

Der Rest sind etwa Sequenzen für die Genregulation. Die Karte des Hunde-Genoms ist nicht komplett, weil die Forscher vom Broad-Institut am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge das Genom einer Hündin, also kein Y-Chromosom, analysierten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »