Ärzte Zeitung, 19.07.2006

Gene von Männern und Frauen sind verschieden aktiv

COLD SPRING HARBOR (ddp.vwd). Die Aktivität der Gene unterscheidet sich bei Männern und Frauen stärker als gedacht. Bisher waren etwa 1000 Gene bekannt, die bei Mäusen in Leber und Gehirn unterschiedlich stark aktiviert werden.

Forscher von der Uni in Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien haben von männlichen und weiblichen Mäusen 23 000 Gene analysiert, die in Gehirn-, Leber-, Fett- und Muskelgewebe aktiv sind. Mehr als die Hälfte der Gene war zwischen den Geschlechtern unterschiedlich aktiv.

Das Geschlecht bestimme also sehr stark, wie schnell der Körper bestimmte Erbinformationen in Proteine umsetze, so die Forscher. Daher hänge es stark vom Geschlecht ab, wie sich etwa Krankheiten entwickeln oder wie der Körper auf Medikamente reagiere.

Da 99 Prozent der Gene von Mensch und Maus übereinstimmten, seien die Nager geeignete Tiermodelle, um Krankheiten beim Menschen zu erforschen. Die neuen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Ursachen von Herzkrankheiten, Diabetes mellitus oder Adipositas besser zu verstehen. Die Forscher hoffen auch, geschlechtsspezifische Therapien für Patienten mit den Krankheiten entwickeln zu können.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »