Ärzte Zeitung, 06.07.2007

Genveränderung erhöht Risiko für Asthma

LONDON (ddp). Ein internationales Forscherteam hat eine Genvariante entdeckt, die an der Entstehung von Asthma bei Kindern beteiligt ist. Kinder mit dieser Variante haben ein 60 bis 70 Prozent erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken.

Die Forscher stützen ihre Ergebnisse auf Genanalysen von mehr als 2000 Kindern, von denen knapp 1000 an Asthma litten. Dabei stießen sie auf das Gen mit dem Namen ORMDL3, das bei einem Teil der Asthmakranken verändert ist. Der DNA-Abschnitt gehört zu einer Genfamilie, die bei der Bildung von Zell-Membranen von Bedeutung ist.

Vermutet wird, dass das Gen Teil eines sehr ursprünglichen Mechanismus der Immunabwehr ist. Die genaue Funktion ist jedoch unbekannt, so die Wissenschaftler um Dr. Miriam Moffatt vom Imperial College in London und Dr. Michael Kabesch von der Ludwig-Maximilians-Universität in München online in "Nature". Sie hoffen jedoch, dass sich aus der Entdeckung ein neuer Ansatz zur Asthma-Therapie ergibt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »