Ärzte Zeitung, 27.11.2007

Nabelschnurblut privat einzulagern lohnt kaum

DÜSSELDORF (nsi). Für die private Lagerung von Nabelschnurblut zum Eigenbedarf - wie auch in Deutschland von privaten Stammzellblutbanken für mehrere Tausend Euro angeboten - gibt es keine sinnvolle medizinische Indikation. Das hat Professor Gesine Kögler von der José-Carreras-Stammzellbank an der Uniklinik Düsseldorf, der größten Stammzellbank Europas, beim Medica-Kongress in Düsseldorf gesagt. Denn sowohl erbliche Stoffwechselerkrankungen als auch Malignome würden bereits frühkindlich angelegt.

Von weltweit zwei Millionen für die eigene Familie eingelagerten Einheiten Nabelschnurblut seien erst 14 verwendet worden. "Eine solche Anlage ist wie eine Aktie mit unbekanntem Wert", so Kögler. In der Blutbank in Düsseldorf lagern 12 300 Einheiten für eine allogene Transplantation, 429 Kranke wurden inzwischen mit Einheiten der Blutbank behandelt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »