Ärzte Zeitung online, 27.08.2008

Kabinettsbeschluss: Gentests sollen eingeschränkt werden

BERLIN (dpa). Nach jahrelanger Debatte will die Bundesregierung Gentests, die von Arbeitgebern und Versicherungen erzwungen werden, einen Riegel vorschieben.

Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch einen Entwurf für ein Gendiagnostikgesetz. Arbeitgeber und Versicherungsfirmen dürfen danach keine Gen-Untersuchungen von Bewerbern und Kunden verlangen. Auch sollen heimliche Vaterschaftstests verboten werden.

Regelungen zur Verwendung gendiagnostischer Methoden in der Forschung sind in den Gesetzesplänen hingegen ausgeklammert.

Lesen Sie auch: Ärzte fordern noch Korrekturen am Gendiagnostikgesetz Debatte um Gentests muss weitergehen Koalition ebnet Weg für ein Gendiagnostikgesetz

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »