Ärzte Zeitung online, 12.09.2008

Das Gen FOX13 zieht Hunden und Mäusen das Fell aus

BERN/WASHINGTON (dpa). Die Einen finden sie schrecklich hässlich, andere halten sie für süß: Hunde ohne Fell, nahezu nackt der Umwelt ausgesetzt und im Winter häufig mit einem Mäntelchen geschützt. Wissenschaftler haben nun das Gen FOXI3 entdeckt, das mutiert für dieses Phänomen verantwortlich ist, mit dem auch ein veränderter Zahnaufbau einhergeht.

Das berichten Schweizer Forscher um Professor Tosso Leeb von der Universität Bern im US-Fachjournal Science.

Schon bei den Azteken galten haarlose Hunde laut Leeb als heilig, und es seien zudem Statuen solcher Tiere von 1700 vor Christus bekannt. Die Berner Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass chinesische, mexikanische und peruanische Hunde ohne Fell alle dasselbe mutierte Gen besitzen.

Als sie FOXI3 in einer Mäusegruppe ebenfalls veränderten, traten abnormer Fellwuchs, veränderte Zähne und Tasthaare auf. Somit scheine erwiesen, dass das Gen eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung dieser Gewebe spiele.

Abstract der Studie "A Mutation in Hairless Dogs Implicates FOXI3 in Ectodermal Development" in Science

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