Ärzte Zeitung online, 12.02.2009

Gentechnik in der Landwirtschaft boomt

NAIROBI (dpa). Im vergangenen Jahr bauten 13,3 Millionen Landwirte in 25 Ländern der Welt gentechnisch veränderte Pflanzen an. Die Anbaufläche betrug 125 Millionen Hektar, sie ist damit rund 3,5 Mal so groß wie Deutschland. Diese Daten stellte der International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications (ISAAA) am Mittwoch in Nairobi vor.

Mit weitem Abstand führen demnach die USA, die auf 62,5 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen. Es folgen Argentinien (21 Millionen Hektar), Brasilien (15,8 Millionen Hektar) sowie Indien, Kanada und China. Deutschland belegt mit 50 000 Hektar den Listenplatz 22.

Bei den gentechnisch veränderten Pflanzen stehen Sojabohnen an erster Stelle gefolgt von Mais und Baumwolle. Im Jahr 2008 wurde weltweit erstmals eine Zuckerrübe angebaut, die gegen ein Unkrautvernichtungsmittel resistent ist und zwar in den USA und Kanada. Die veränderten Pflanzen finden immer größere Verbreitung. "2008 haben weitere 1,3 Millionen Landwirte gentechnisch veränderte Pflanzen auf zusätzlichen 10,7 Millionen Hektar ausgesät", heißt es in dem ISAAA-Jahresreport - eine Steigerung der Fläche um 9,7 Prozent.

Drei neue Anbauländer seien hinzugekommen. Bemerkenswert sei, dass zwei afrikanische Länder, Ägypten und Burkina Faso, mit dem Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen begonnen hätten. Ägypten habe schädlingsresistenten "Bt Mais" und Burkina Faso "Bt Baumwolle" angepflanzt. Damit schließen sie sich laut ISAAA Südafrika an, das seit 1998 gentechnisch veränderte Pflanzen anbaue.

Internet: www.isaaa.org

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