Ärzte Zeitung, 15.01.2007

WIRKSTOFFE IN DER HOMÖOPATHIE

Nux vomica, Brechnuss

Die Brechnuss (Strychnos nux vomica) gehört zu den Logniengewächse. Der kleinwüchsige Baum stammt ursprünglich aus Australien und Südostasien. Der Name Brechnuss ist irreführend und beruht vermutlich auf einer Verwechslung: Der Samen oder andere Teile der Pflanze verursachen keinen Brechreiz. Die Pflanze ist giftig. Der Samen etwa enthält etwa 1,5 Prozent Strychnin.

Leitsymptome:

Typische Zivilisationssymptome wie Verdauungsstörungen durch Stress, sitzende Tätigkeit, übermäßiger Konsum von Kaffee, Alkohol, Süßem. Schlimmer morgens, bei Kälte, Druck durch Kleider. Besser durch heiße Getränke, Seitenlage

  • Bitterer Geschmack im Mund, Schluckauf, Druckgefühl im Magen
  • Überempfindlichkeit gegen starke Gerüche
  • Schmerzen im Bauch, die wie wund beschrieben werden
  • Obstipation, Stuhldrang, oft erfolglos. Nach Stuhlgang Linderung
  • Darmkneifen, stechender Schmerz in der Lebergegend
  • unwillkürlicher Harnabgang beim Husten, Lachen oder Niesen
  • Gefühl des Herzklopfens beim Mittagsschlaf
  • Steifer Hals, Schmerzen vor allem über der rechten Schulter, Berührung verschlimmert die Schmerzen. Lumbago. Wadenkrämpfe. Arme schlafen ein
  • Schlafstörungen mit zu frühem Aufwachen und Albträumen

Bewährt bei:

Nux vomica ist ein großes homöopathisches Mittel. Es wird als Mittel für jeden Tag, für typische Zivilisationsstörungen beschrieben. Es eignet sich etwa bei akutem, stressbedingen Reizmagen oder Magen- und Darmproblemen nach viel Kaffee, Nikotin oder Alkohol sowie bei Darmkrämpfen, Übelkeit, Sodbrennen und Meteorismus. (gwa)

Weitere Beiträge zur Serie:
"Homöopathie in der Praxis"

Folge 14

Folge 13

Folge 12

Folge 11

Folge 10

Folge 9

Folge 8

Folge 7

Folge 6

Folge 5

Folge 4

Folge 3

Folge 2

Folge 1

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich