Donnerstag, 23. Oktober 2014
Ärzte Zeitung, 19.02.2007

WIRKSTOFFE IN DER HOMÖOPATHIE

Natrium muriaticum, Natrium chloratum

Natrium muriaticum, Natrium chloratum, Kochsalz, NaCl: Formen sind farblose Kristallwürfel oder weißes, kristallines Pulver, das sich in Wasser leicht löst. Der Natrium-chloratum-Mensch hat körperlich offenbar einen gestörten Salzhaushalt. Sein seelisches Befinden erinnert an die erstarrrte Salzsäule, die wie Lots Frau aus dem Alten Testament im Rückblick auf das Vergangene in stillem Kummer erstarrt ist.

Leitsymptome: Der Natrium-Typ ist abweisend und depressiv. Er kann sich von Kummer und Enttäuschungen nicht lösen, ärgert sich über Kränkungen, die 20 Jahren zurückliegen. Er ist sensibel und schnell verletzt. Probleme macht er mit sich ab, wählt den Rückzug nach innen, baut eine Mauer um sich, weint nicht in der Öffentlichkeit und mag keinen Trost. Für andere hat er viel Verständnis und Mitgefühl.

  • Abmagerung trotz guten Appetits. Ständig großer Durst. Verdauungsstörungen.
  • Trockenheit von Haut und Schleimhäuten. Neigung zu Herpes. Schlechte Verträglichkeit von Sonnenlicht.
  • Tief sitzender Kummer. Langes Nachtragen von Kränkungen. Kein Vergessen und Verzeihen. Meiden von Kontakt zu anderen.
  • Verlassenheitsgefühle in der Biografie: Oft sind es Brutkastenkinder, oder die Mutter ist früh gestorben. Liebeskummer oder Trauer nach dem Tod eines geliebten Menschen.

Bewährt bei: Depressionen, Ängste. Die Arznei hilft den Patienten, Gefühle überhaupt wieder zuzulassen, öffnet Zugang zum Unbewussten. Sie träumen wieder, spüren Schmerzen, etwas kommt in Gang. (ars)

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Weitere Beiträge zur Serie:
"Homöopathie in der Praxis"
Folge 14




Folge 13




Folge 12




Folge 11




Folge 10




Folge 9




Folge 8




Folge 7



Folge 6




Folge 5



Folge 4



Folge 3



Folge 2



Folge 1



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