Ärzte Zeitung, 18.07.2007

Sommerakademie 2007

Auch Homöopathie und Phytotherapie helfen bei Arthrose

Bei Gelenkproblemen setzen Kollegen auch auf Phytotherapie und Homöopathie. Teilweise sind Therapie-Erfolge in Studien belegt.

Geeignet sind klassische Homöopathika und Komplexmittel wie Traumeel® oder Zeel®. Letzteres enthält Zubereitungen aus Arnika, Sanguinaria, Rhus toxicodendron und Solanum dulcamara. In-vitro-Studien haben belegt, dass das Präparat die Cyclooxygenasen hemmt und Eicosanoide und Leukotriene vermindert (Explore 3, 2007, 16).

Beispiele für weitere bewährte Komplexmittel sind Bryorheum®, Rhus toxicodendron Pentarkan® und Denisia® Nr. 8.

Auch eine orale Enzymtherapie kann bei schmerzhafter Hüftgelenkarthrose helfen. Die Therapie ist offenbar ähnlich effektiv wie Diclofenac, hat eine Doppelblind-Studie mit Phlogenzym® belegt. Das Präparat enthält das Ananasenzym Bromelain, Trypsin aus Schweinepankreas und das Flavonoids Rutosid.

Wollen Arthrose-Kranke pflanzliche Präparate, kommen als adjuvante Mittel infrage: Extrakte aus Weidenrinde (etwa Assalix®, Proaktiv®), Teufelskrallenwurzel oder Brennnessel. Auch ein Hagebutten-Pulver kann helfen. (eb)

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