Ärzte Zeitung, 20.06.2005

Studie: Verkehr gefährdet Umwelt und Gesundheit

BERLIN (dpa). Das Auto schädigt einem Gutachten zufolge trotz aller technischer Fortschritte weiterhin erheblich die Umwelt und die Gesundheit. "Die durch den Straßenverkehr verursachten Folgeschäden an Gesundheit und Umwelt sind nach wie vor unakzeptabel hoch", heißt es in einem in Berlin veröffentlichen Sondergutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen beim Bundesumweltministerium.

Die Fortbewegung auf den Straßen bleibe eine der gefährlichsten täglichen Aktivitäten in Deutschland. Im vorigen Jahr seien 5844 Menschen getötet und 440 000 verletzt worden. Das Lungenkrebsrisiko durch Dieselrußpartikel sei nach wie vor hoch. Ferner fühlten sich 60 Prozent der Bevölkerung durch Verkehrslärm belästigt. Verkehrslärm erhöhe das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Der Sachverständigenrat schlägt unter anderem vor, auf Autobahnen mittelfristig ein Tempolimit von 120 Stundenkilometer einzuführen. "Im innerörtlichen Bereich sollte mit Ausnahme von Durchgangsstraßen ein Tempolimit von 30 km/h eingeführt werden", heißt es in dem Bericht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »

Wer nicht hören will, den soll die Kita künftig melden

Prävention mit Drohgebärden: Künftig will das Bundesgesundheitsministerium nicht nur mit Bußgeld drohen, sondern auch die Kitas einspannen, um die Verweigerer einer verpflichtenden Impfberatung herauszufischen. mehr »