Ärzte Zeitung, 14.10.2005

Teenies mögen’s auch leiser

HNO-Ärzte: Musik in Discos muß gar nicht so laut sein

NEU-ISENBURG (ag). Seit langem fordern HNO-Ärzte, die Lautstärke in Discotheken zu drosseln. Deren Betreiber fürchten indes, daß dann die Gäste ausbleiben könnten. Völlig grundlos, wie jetzt eine Studie nachweist, die heute in der Springer-Zeitschrift "HNO" erscheint.

Dr. Viktor Weichbold und Dr. Patrick Zorowka von der Klinischen Abteilung für Hör-, Stimm- und Sprachstörungen der Medizinischen Universität Innsbruck in Österreich haben konkret die Frage untersucht: "Führt eine Schallpegelabsenkung in Discotheken zu einem Rückgang der Besucher?"

Sie kamen zu dem Ergebnis, daß es Jugendlichen weitaus wichtiger ist, ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis angeboten zu bekommen, und auch die Art der Musik sowie die Atmosphäre spielen bei der Wahl der Discothek eine entscheidende Rolle.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, daß Lautstärkenbeurteilung sehr subjektiv ist. Ein stark beeinflussender Faktor ist, ob die Jugendlichen kurz vor ihrem Besuch in der Discothek schon laute Musik gehört haben. Auffallend sei zudem, daß die Einschätzung "zu laut" eher von Besuchern geäußert wird, die das Risiko möglicher Gehörschäden kennen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

"GOÄ-Konsens bis Ende 2017 ist sportliches Ziel"

Wann kommt die neue GOÄ? Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" verrät GOÄ-Verhandlungsführer Dr. Reinhard genaueres. mehr »

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »