Ärzte Zeitung, 20.02.2007

Umwelt-Östrogene fördern offenbar Übergewicht

SAN FRANCISCO (dpa). Übergewicht kann durch Umweltchemikalien mit in die Wiege gelegt werden. Das vermuten mehrere Forscherteams, die ihre Erklärung für steigende Gewichtsprobleme der Welt beim Wissenschaftskongress AAAS in San Francisco präsentierten. In Tierversuchen gelang es nachzuweisen, dass einige chemische Stoffe, etwa die "Umwelt-Östrogene", Übergewicht im Mutterleib vorprogrammieren.

Bestimmte Chemikalien könnten bei der Entwicklung von Feten in die Programmierung der Gene eingreifen und damit die Bestimmung von Fettzellen und deren Wachstum nach der Geburt beeinflussen, sagte Frederick vom Saal von der Uni Missouri.

So das etwa in Getränkedosen oder Plastikbehältern vorkommende Bisphenol A. Mäuse, die mit - in Industrienationen üblichen Dosen - Bisphenol A im fötalen Stadium in Kontakt kamen, nahmen später mehr zu als Kontrolltiere ohne Kontakt.

Das Team um Bruce Blumberg der Uni Kalifornien wies bei Versuchstieren einen Effekt mit organischen Schadstoffen, den Organotinen nach. Menschen kämen damit etwa über präservierte Fische, Fungizide in Ernteprodukten oder Mitteln der Holz- und Textilbehandlung in Kontakt.

Topics
Schlagworte
Umweltmedizin (1116)
Krankheiten
Adipositas (3047)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »