Ärzte Zeitung, 28.02.2007

KOMMENTAR

Tonerstaub - eine Studie muss her!

Von Martin Wortmann

Die hohe Belastung vieler Städte mit Feinstaub sorgt weiterhin für Diskussionen. Dass ultrafeine Stäube, die auch in die Blutbahnen gelangen können, möglicherweise noch gefährlicher sind, ist eine Annahme, die nicht einfach von der Hand zu weisen ist.

Laserdrucker und Kopierer stoßen diese Feinstpartikel aus - nicht in riesigen, aber doch in messbaren Mengen. Fakt ist auch, dass Menschen, die in der Umgebung solcher Geräte arbeiten, über unspezifische Beschwerden klagen. Dies, nicht mehr und nicht weniger, wissen wir aus der Gießener Toner-Studie.

Ob es einen Zusammenhang zwischen der Staubkonzentration und den Beschwerden gibt, ist derzeit nicht belegt. Die Hinweise auf mögliche Risiken sind allerdings deutlich genug. Sie müssen untersucht werden - auch wenn es eine Million Euro kosten sollte. Die Hersteller dieser Geräte zählen nicht zu den Not Leidenden. Sie sind gefordert, einen Beitrag für eine epidemiologische Studie aufzubringen.

Lesen Sie dazu auch:
Tonerstaub - Toxikologen für Risikobewertung

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »