Ärzte Zeitung, 28.02.2007

KOMMENTAR

Tonerstaub - eine Studie muss her!

Von Martin Wortmann

Die hohe Belastung vieler Städte mit Feinstaub sorgt weiterhin für Diskussionen. Dass ultrafeine Stäube, die auch in die Blutbahnen gelangen können, möglicherweise noch gefährlicher sind, ist eine Annahme, die nicht einfach von der Hand zu weisen ist.

Laserdrucker und Kopierer stoßen diese Feinstpartikel aus - nicht in riesigen, aber doch in messbaren Mengen. Fakt ist auch, dass Menschen, die in der Umgebung solcher Geräte arbeiten, über unspezifische Beschwerden klagen. Dies, nicht mehr und nicht weniger, wissen wir aus der Gießener Toner-Studie.

Ob es einen Zusammenhang zwischen der Staubkonzentration und den Beschwerden gibt, ist derzeit nicht belegt. Die Hinweise auf mögliche Risiken sind allerdings deutlich genug. Sie müssen untersucht werden - auch wenn es eine Million Euro kosten sollte. Die Hersteller dieser Geräte zählen nicht zu den Not Leidenden. Sie sind gefordert, einen Beitrag für eine epidemiologische Studie aufzubringen.

Lesen Sie dazu auch:
Tonerstaub - Toxikologen für Risikobewertung

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