Ärzte Zeitung, 30.01.2008

Fördert hohe Ozon-Belastung Selbsttötungen?

BERLIN (ugr). Im Raum Nürnberg ist es zwischen 1998 und 2003 bei hoher Ozonbelastung zu mehr Suiziden gekommen als zu Zeiten mit normaler Umweltbelastung.

Da Ozonwerte vor allem in den Sommermonaten hoch sind, könnte das eine Ursache für die erhöhten Suizidzahlen im Früh- und Spätsommer sein.

Hinweise auf einen Zusammenhang von Suiziden und Ozonkonzentration hat eine Studie der Universitätsklinik Erlangen ergeben. Die Daten wurden auf einem Psychiatrie-Kongress in Berlin vorgestellt. Analysiert haben die Wissenschaftler 960 Suizide im Raum Nürnberg.

Die gemessenen Ozonwerte waren an Tagen, an denen ein oder mehrere Suizide stattgefunden haben, statistisch signifikant höher als an Tagen ohne Suizide. Hohe Ozonwerte, so die Erlanger Forscher, beeinträchtigen im Tierversuch den Serotonin-Metabolismus, rufen Schlafstörungen hervor und führen zu Veränderungen im EEG. Das könne auch bei Menschen so sein.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sterberate sinkt

Seit 1988 wurden in der EU Millionen Todesfälle vermieden, weil Krebs verhindert oder früh erkannt und geheilt werden konnte. Obwohl die Sterberate insgesamt sinkt, sind Forscher vor allem bei Frauen alarmiert. mehr »

Gericht verwehrt Witwe das Sperma ihres Mannes

Ein Paar wünscht sich sehnlichst ein Kind. Weil es nicht klappt, setzt es auf künstliche Befruchtung. Doch dann stirbt der Ehemann nach einer Herztransplantation. Hat seine Witwe nach seinem Tod Anspruch auf sein Sperma? mehr »

Warum Hauptmann nicht gegen Gassen antritt

12.53 hDer saarländische KV-Chef Dr. Gunter Hauptmann wird nicht für den KBV-Vorsitz kandidieren. Der Grund: Ein Neuanfang sei nicht realistisch. mehr »