Ärzte Zeitung, 12.02.2004

Posthumer Wirbel um Atkins

NEW YORK (ob). Die von ihm propagierte Diät soll überflüssige Pfunde nur so purzeln lassen. Der US-Diät-Guru Dr. Robert Atkins selbst aber litt vor seinem Unfalltod im letzten Jahr angeblich an Übergewicht und Herzinsuffizienz als mögliche Folge eines Myokardinfarkts. Das zumindest berichtet das "Wall Street Journal" in seiner Ausgabe vom 10. Februar.

Als Quelle werden vertrauliche Krankenakten Atkins genannt. Sie sind einem Ärztekomitee, das vegetarische Ernährung empfiehlt und deshalb der Atkins-Diät kritisch gegenübersteht, angeblich versehentlich zugeleitet worden. Atkins predigte bekanntlich den freizügigen Fett- und Eiweißverzehr und verteufelte die Kohlenhydrate als eigentliche Dickmacher.

Seine Kritiker sehen nun wohl die Chance, mit der eigenen Krankengeschichte des Meisters seine Ernährungsratschläge als gefährlich überführen zu können. Anhänger Atkins ebenso wie dessen empörte Witwe laufen dagegen Sturm: Nach ihrer Ansicht waren seine Herzprobleme Folge einer Virusinfektion.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »