Ärzte Zeitung, 07.07.2004

FUNDSACHE

Abnehmen im Schlaf

Mehr Schlaf läßt die Pfunde schmelzen. Das jedenfalls suggeriert das Ergebnis einer Studie vom US-amerikanischen National Institute of Mental Health in Bethesda und der Abteilung für Psychosoziale Medizin der Uni Zürich (Sleep, 27, 2004, 661).

Die Forscher haben nachgewiesen, daß Menschen, die zu wenig schlafen, eher dick werden als die, die normal schlafen. 496 Erwachsene zwischen 27 und 40 Jahren sind 13 Jahre lang beobachtet worden. Während dieser Zeit ist die durchschnittliche Schlafzeit gesunken: bei Frauen von 7,7 auf 7,3 Stunden pro Nacht und bei Männern von 7,1 auf 6,9 Stunden. Gleichzeitig hat sich der Body-Mass-Index der Probanden verschlechtert.

Zur Erklärung führen die Forscher an, daß der, der länger schläft, natürlich weniger Zeit zum Essen hat. Aber es gibt auch einen anderen Grund: Während des Schlafs werden Hormone wie Leptine freigesetzt, die den Appetit kontrollieren, so Dr. Sanjay R. Patel im Editorial zu der Studie. (ug)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »