Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Forschung und Praxis, 25.10.2004

Welches Körpergewicht ist ideal für’s Herz?

Gemessen am Body Mass Index (BMI) sind Übergewicht (BMI > 25 kg / m2) und Fettleibigkeit (BMI > 30 kg / m2) mit einer erhöhten Inzidenz von KHK-Erkrankungen assoziiert. Wie aber verhält es sich mit dem KHK-Risiko von Personen mit Normalgewicht (BMI von 20 - 25 kg / m2)? Läßt sich möglicherweise auch innerhalb dieses Gewichtsbereichs das KHK-Risiko durch eine Gewichtsreduktion noch günstig beeinflussen?

Aufschluß über die Beziehung zwischen Körpergewicht und KHK-Risiko geben neue Ergebnisse einer epidemiologischen Studie, in der über einen 10-Jahreszeitraum (1990-91 bis 2002) Daten von 220 000 Einwohnern in 49 Regionen in ganz China erhoben wurden. Der mittlere BMI lag in dieser Population bei 22 kg / m2. Nur etwa 10 Prozent aller untersuchten Personen waren übergewichtig - ein deutlich niedrigerer Anteil als in den westlichen Industrieländern.

Von insgesamt 30 000 im zehnjährigen Beobachtungszeitraum registrierten Todesfällen waren etwa sieben Prozent durch koronare Herzerkrankungen bedingt.

Wie Professor Zheng-Ming Chen aus Oxford berichtet hat, war auch im Bereich des Normalgewichts bis zu einer unteren BMI-Grenze von 20 kg / m2 noch eine Beziehung zum KHK-Risiko erkennbar. Bis zu dieser Grenze war jede BMI-Abnahme um 2 kg / m2 mit einer Reduktion der KHK-Inzidenz um 11 Prozent assoziiert. Unterhalb eines BMI von 20 g / m2 kehrte sich die Beziehung dagegen wieder um: Je ausgeprägter das Untergewicht, um so höher war das KHKRisiko der untersuchten Personen. Bei sehr niedrigem Körpergewicht war zudem die Inzidenz von Atemwegserkrankungen und Malignomen erhöht.

Wesentlichen Anteil an der positiven Assoziation von Körpergewicht und KHK hatte offenbar die Korrelation von Körpergewicht und Blutdruck: Mit jeder Zunahme des BMI ging auch der Blutdruck kontinuierlich in die Höhe.

Nach Ansicht des chinesischen Forschers läßt sich aus diesen Ergebnissen folgern, daß eine moderate Reduktion der Körperfettmenge - sogar im als normal geltenden Bereich der BMI-Verteilung - in erheblichem Maße zur Prävention der koronaren Herzerkrankungen beitragen könnte. (ob)

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