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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 14.04.2005

Dicke haben vermehrt Nierensteine

Bei Adipösen kann sich die Rate für schmerzhafte Nierensteine verdoppeln

BOSTON (mal). Gute Gründe, um auf das Gewicht zu achten, gibt es viele. Einen neuen Grund liefern jetzt US-Forscher: Dicke und Personen, die an Gewicht zulegen, haben vermehrt Probleme mit Nierensteinen.

Ihre Warnung stützen die Forscher um Dr. Eric N. Taylor aus Boston auf die Daten von drei großen prospektiven epidemiologischen Studien: der Health Professionals Follow-up Study mit fast 46 000 Männern, der Nurses’ Health Study I mit fast 94 000 Frauen und der Nurses’ Health Study II mit fast 102 000 Frauen.

Je nach Studie waren zehn bis zwanzig Jahre lang Daten erhoben worden. In dieser Zeit hatten knapp 4830 Studienteilnehmer symptomatische Nierensteine bekommen.

Die Rate solcher Episoden mit Schmerzen und/oder Hämaturie war bei Männern mit einem Taillenumfang von mehr als 109 cm im Vergleich zu Männern mit einem Umfang unter 86 cm um den Faktor 1,5 erhöht. Bei älteren und jüngeren Frauen ergaben sich 1,7 und 1,9 (Vergleich bei Taillenumfängen über 102 cm und unter 79 cm).

Und: Männer, die seit ihrem 21. Geburtstag, und Frauen, die seit ihrem 18. Geburtstag mehr als 16 kg zugenommen hatten, hatten im Vergleich zu Personen mit konstantem Gewicht eine um das 1,4- bis 1,8fache erhöhte Rate symptomatischer Nierensteine (JAMA 293, 4, 2005, 455). Sichere Aussagen, ob Abspecken vor Nierensteinen schützt, ließen sich aufgrund der geringen Datenmenge nicht machen.

Die meisten Nierensteine enthalten Kalzium-Oxalat. Bekannt sei etwa, so die US-Forscher, daß die mit Übergewicht assoziierte Hyperinsulinämie die Kalzium-Ausscheidung im Urin steigert. Und bei Adipositas kann eine Hyperoxalurie vorkommen.

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