Ärzte Zeitung, 03.08.2006

Mit einem Fußkurbel-Ergometer und Infrarotlicht gegen Adipositas

Erfolgreiche Gewichtsreduktion durch Training mit Bestrahlung / Studie mit 40 Frauen

REGENSBURG (cin). Für Dicke gibt es jetzt eine neue Methode, ihre Pfunde loszuwerden. Bestrahlung mit wassergefiltertem Infrarot A (wIRA) plus Ergometrie kann den Umfang von Taille, Hüfte und Oberschenkeln deutlich reduzieren.

Eine Frau trainiert auf einem Fußkurbel-ergometer. Gleichzeitig wird sie mit wassergefiltertem Infrarotlicht bestrahlt. Foto: Dr. Frank Möckel

Das hat ein Forscherteam um Dr. Frank Möckel vom Institut für Sportmedizin aus Regensburg in einer Studie mit 40 Frauen belegt (GMS Ger Med Sci 4, 2006, Doc 05). Die Frauen hatten einen BMI zwischen 30 und 40 kg/m2 und trainierten vier Wochen lang auf einem Fußkurbel-Ergometer; 20 Frauen wurde dabei gleichzeitig mit wassergefiltertem Infrarot A bestrahlt.

Nach vier Wochen war die Summe der Umfänge von Taille, Hüfte und Oberschenkeln in der Gruppe mit Infrarotbestrahlung im Median signifikant um 8 cm gesunken. Die Summe in der Kontrollgruppe reduzierte sich im Median um 1,8 cm.

Das Gewicht bei den zwischen 90 und 100 kg schweren Frauen sank mit Bestrahlung im Median um 1,9 kg. Nur mit Training verloren die Frauen kein Gewicht. Die Patienten mit Bestrahlung konnten ihren BMI von 36,8 kg/m2 auf 35,9 kg/m2 senken, ohne wIRA von 33,4 kg/m2 auf 33,0 kg/m2.

Und so funktionierte das Training: Die Frauen trainierten dreimal pro Woche 45 Minuten bei moderater Belastung (Laktatspiegel bei 2 mmol/l). Bestrahlt wurde während des Trainings etwa an Taille, Hüfte und beiden Oberschenkeln mit sichtbarem Licht und wIRA. Dabei wurde die Bestrahlungseinheit Hydrosun® 6000 um das Fußkurbel-Ergometer herum plaziert.

Nach Angaben von Möckel und seinen Kollegen löst die wIRA-Bestrahlung bei Belastung einen lipolytischen Reiz aus. Temperatur, Sauerstoffpartialdruck und Durchblutung nehmen im bestrahlten Gewebe zu und dadurch auch die Lipolyse. Beim Training können die mobilisierten Fette dann besser verbrannt werden.

Die Publikation gibt es unter www.egms.de/pdf/gms/2006-4/000034.pdf

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