Ärzte Zeitung, 22.01.2007

Wer glaubt, er lebe gesund, nimmt leichter ab

Studie aus den USA mit 80 Zimmermädchen

ITHACA (ddp.vwd). Bereits wer glaubt, er bewege sich genug, nimmt ab. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher in einer Studie mit mehr als 80 Frauen.

Entscheidend war, dass die Frauen - alle arbeiteten als Zimmermädchen - Infos über die gesundheitsfördernde Wirkung ihrer Tätigkeit bekamen. Dann fühlten sie sich nach wenigen Wochen besser und wogen weniger als Arbeitskolleginnen, die nicht über solche positiven Effekte aufgeklärt worden waren. Das berichten Dr. Alia Crum und Dr. Ellen Langer von der Harvard-Universität in Cambridge in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift "Psychological Science".

Die Forscher hatten etwa der Hälfte der Frauen erläutert, dass ihre Tätigkeit sehr gesund sei und sie die meisten Empfehlungen für ein gesundes Leben erfüllten oder gar überträfen. Obwohl sich das Verhalten daraufhin nicht änderte, dachten Frauen, die solche Informationen erhalten hatten, sie würden sich nun deutlich mehr bewegen als vor Beginn der Studie. Ihr Gewicht hatte sich im Schnitt nach vier Wochen um fast ein Kilogramm, der Blutdruck um zehn Prozent reduziert, nicht so jedoch in der Kontrollgruppe.

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