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Ärzte Zeitung online, 12.08.2008

Per Gentechnik zur Traumfigur

BOSTON (mut). Forscher haben bei Mäusen den ultimativen Schlüssel für eine gute Figur entdeckt: Wird bei den Tieren gentechnisch ein bestimmter Neurotransmitter ausgeschaltet, bleiben die Mäuse dünn, egal, wie viel Futter man ihnen vorsetzt.

Die Wissenschaftler aus Boston haben damit ein weiteres Puzzlestück bei der Steuerung von Appetit und Energiebalance des Körpers entdeckt. Sie fokussierten sich in ihrer Arbeit auf so genannte AgRP-Neurone. Diese Nervenzellen sitzen im Hypothalamus und setzen den Neurotransmitter "Agouti-relatet Peptide" (AgRP) frei.

Der Neurotransmitter ist einer der potentesten hirneigenen Dickmacher: Er sorgt für starken und lang anhaltenden Appetit und fährt zugleich den Energiestoffwechsel herunter. Wie die Forscher um Dr. Qingchun Tong online in der Zeitschrift "Nature Neuroscience" berichten, kann das Peptid jedoch nur seinen Wirkung entfalten, wenn von den AgRP-Neuronen zugleich auch der Neurotransmitter GABA produziert wird.

In Experimenten mit Mäusen schalteten sie gentechnisch GABA gezielt in AgRP-Neuronen aus. Die Mäuse bleiben anschließend dünn, auch bei hochkaloriger Diät, und hatten einen deutlich erhöhten Energieumsatz. Sie waren praktisch resistent gegen Übergewicht, stellt Tong fest. Die Forscher hoffen nun, aus den Erkenntnissen neue Strategien zur Therapie bei Adipositas zu entwickeln.

Fachartikelzugang über doi: 10.1038/nn.2167

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