Ärzte Zeitung online, 23.01.2009

Verbraucherschützer für gesündere Ernährung durch mehr Genuss

BERLIN (dpa). Im Kampf gegen falsche Ernährung und Übergewicht wollen die Verbraucherzentralen stärker auf bewussten Genuss beim Essen setzen als auf Verbote. "Wir haben festgestellt, dass über die Vermittlung von abstraktem Wissen wie über das Kalorienzählen, viele Menschen nicht erreicht werden", sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, am Donnerstag in Berlin.

Präventionsmaßnahmen für eine gesündere Ernährung seien in der Vergangenheit stark von Verzichtsbotschaften geprägt gewesen. Es seien neue Konzepte notwendig, die die Freude am Essen und am Kochen in den Vordergrund stellten. "Wir wollen versuchen, weniger über den Kopf als über das Schmecken an gesundes Essen heranzuführen."

Laut Billen ist jedes sechste deutsche Kind zu dick. Zudem würden sich besonders alleinstehende Männer häufig schlecht ernähren. Die volkswirtschaftlichen Kosten solcher Fehlernährung bezifferte Billen auf ungefähr 60 Milliarden Euro im Jahr. "Ungesunde Ernährung ist nicht nur ein individuelles, sondern auch ein volkswirtschaftliches Problem."

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