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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung online, 27.04.2009

Neue Forschung: Abnehmen mit neuen Lebensmitteln

KIEL (eb). Eine neue Generation von Lebensmitteln, die Übergewicht vorbeugen oder reduzieren soll, wird jetzt gesucht. Mit solchen Nahrungsmitteln sollen die langfristigen positiven Erfolge von Diäten nachahmt werden. Dazu nutzen die Forscher einfache Organismen wie die Fruchtfliege Drosophila. An ihnen erkennen die Wissenschaftler Entzündungsreaktionen, die mit Übergewicht einhergehen. Sie können diese Entzündung an modifizierten Fliegen sichtbar machen, die dann zum Beispiel grün leuchten.

An einfachen Organismen erkennen Wissenschaftler Entzündungsreaktionen, die mit Übergewicht einhergehen. Sie können diese Entzündung an modifizierten Fliegen wie hier Drosophila sichtbar machen (hier grün).

Foto: Thomas Roeder

Unter der Leitung des Kieler Ernährungswissenschaftlers Professor Frank Döring wollen norddeutsche Wissenschaftler in Kooperation mit nationalen Industriepartnern das Projekt "Vision Epifood" in den nächsten vier Jahren in die Realität umsetzen. Das Forschungsprojekt wird an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel koordiniert und mit 2,9 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium gefördert.

Forscher der Uni Kiel, des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und des Forschungsinstituts für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere in Dummerstorf untersuchen, wie Kalorieneinschränkung die Lebensspanne, den Fettstoffwechsel sowie den Entzündungsstatus von Lebewesen beeinflusst. Ernährungswissenschaftler suchen nach pflanzlichen Extrakten, die sich positiv auf die Erbsubstanz auswirken.

Zoologen und Biologen betrachten dann an Fruchtfliege, Maus und Schwein sowohl negative (Jojo-Effekt) als auch positive (anti-entzündliche) Aspekte einer reduzierten Energiezufuhr und alternativen Diätstrategien. Mediziner prüfen schließlich die Wirkung am Menschen. Ziel des Projekts sind neue funktionelle Lebensmittel, die im Körper Kalorienreduktion nachahmen und so gesundheitsfördernd wirken.

"Unsere Forschung soll Personen helfen, die aufgrund von Übergewicht und damit einher gehenden hohen Entzündungswerten besonders gesundheitsgefährdet sind", erklärt der Projektkoordinator Döring.

Er betreut im norddeutschen Exzellenzcluster Entzündungsforschung den Teilbereich Ernährungsepigenomik, der als neue und zukunftsträchtige Disziplin der molekularen Biowissenschaft gilt. Hier wird untersucht, wie die Ernährung die Genaktivität durch Strukturveränderung der DNA steuert. Die Forschungsergebnisse liefern Hinweise auf Entwicklungsvorgänge in Zellen und Organen und geben Aufschluss über Krankheitsursachen.

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