Ärzte Zeitung online, 11.10.2010

Forscher entdecken 18 weitere Risikogene für Fettleibigkeit

DUISBURG (dpa). Es gibt wesentlich mehr Risikogene für Adipositas im Erbgut des Menschen als bislang bekannt. Forscher haben jetzt weitere Risikogene gefunden.

Forscher entdecken 18 weitere Risikogene für Fettleibigkeit

Bauchbetontes Übergewicht ist besonders gesundheitsschädlich. Für diese ungünstige Fettverteilung haben Forscher jetzt neue Risikogene ausgemacht.

© imagesab / fotolia.com

In einer internationalen Analyse, die Daten aus 70 Einzelstudien mit fast 250 000 Europäern zusammenfasst, wurden neben den bekannten 14 Risikogenen 18 weitere Gene mit Fettleibigkeit in Verbindung gebracht. Das teilte das Nationale Genforschungsnetz NGFN mit. Auch für die Fettverteilung an Bauch oder Hüfte wurden in einer zweiten Untersuchung weitere Gene gefunden. Das Fachjournal "Nature Genetics" veröffentlichte die Analysen.

Obwohl natürlich die Lebensführung für die zunehmende Zahl Übergewichtiger mitverantwortlich sei, haben nach Auffassung der Forscher auch genetische Anlagen einen entscheidenden Anteil. Ungewöhnlich sei die große Probandenzahl der Studie, die durch den internationalen Verbund möglich wurde. An den Studien waren in Deutschland unter anderem Professor Johannes Hebebrand von der Universität Duisburg-Essen, Iris Heid von der Universität Regensburg sowie Kollegen in München, Kiel und Lübeck beteiligt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »