Ärzte Zeitung, 08.02.2011

Metabolisches Syndrom: kognitive Funktion leidet

BORDEAUX (ob). Bei Patienten, die zentrale Kriterien des Metabolischen Syndroms (vergrößerter Bauchumfang, Hypertonie, Dyslipidämie, Hyperglykämie) erfüllen, besteht ein erhöhtes Risiko für eine Verschlechterung kognitiver Funktionen. Das legen neue Daten einer Forschergruppe um Dr. Christelle Raffaitin aus Bordeaux nahe (Neurology 2011, 76: 518).

Die Gruppe hat 7087 Personen im Alter über 65 Jahre, von denen 15,8 Prozent ein Metabolisches Syndrom aufwiesen, vier Jahre lang nachbeobachtet. Mit Hilfe von drei Funktionstests wurden dabei Daten zu möglichen Veränderungen der kognitiven Leistungsfähigkeit erhoben. Wie die Analyse ergab, war der Anteil der Personen mit einer Abnahme der Test-Scores - entsprechend einer Verschlechterung der kognitiven Funktion - in der Gruppe mit Metabolischem Syndrom höher als bei den übrigen Personen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »

Ein Wettbewerbsverbot ohne Entschädigung ist ungültig

Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung? Das geht nicht, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Ist das im Arbeitsvertrag dennoch so vorgesehen, können Arbeitnehmer nachträglich aber kein Geld einklagen. mehr »